Gast-Rezension: „Mord in der Provence“ von Sandra Åslund

Kurzinfos: eBook– 352 Seiten | Verlag – Midnight bei Ullstein | Preis – eBook 4,99 € | ISBN: 978-3958190924

Wieso hing der Tote vor der Kaiserstatue?

Das Cover ist sehr auffällig gestaltet mit einem Bergdorf in der Mittel und riesigen Lavendelfeldern davor. Es wirkt wie ein schöner Sommerabend. Darüber ist der weite Himmel zu sehen. Der Titel des Buches „Mord in der Provence“ sowie der Name des Autorin „Sandra Åslund“ kommen im Himmel gut zur Geltung und nehmen gut ein Drittel des Cover ein. Ein Cover an dem man nicht vorbei sehen kann. Es fällt einem sofort ins Auge.
Im Prolog erfahren wir wie ein Mann, Arnaud Brunel, gefesselt in einem dunklen Raum liegt, sich erinnern soll und gefoltert wird. Er hat niemals Gnade gezeigt und seine Grausamkeiten sollen sich rächen. Er soll in dieser Nacht erfahren, warum er sterben wird.

Am Anfang des Krimis lernen wir Hanna Richter aus Köln kennen, die durch ein Austauschprogramm in die Provence versetzt wurde. Hier soll sie die französische Polizei mit ihrem kriminologischem Wissen und ihren fundierten Kenntnissen unterstützen. Sie hat es sich einfacher vorgestellt, doch die Kommissare vor Ort sind ziemlich stur. Dann läutete das Telefon in der Gendarmerie und sie erhält die Information, ein Mann hat sich letzte Nacht im römischen Theater in Orange erhängt. Hannah nimmt sofort die Ermittlungen auf. Sie glaubt nicht an Selbstmord, da sie von Mord ausgeht, vielleicht sogar mit Gift, und stößt auf Unverständnis. Es gibt viele Fragen und Ungereimtheiten, um den Fall zu lösen. Also ermittelt sie auf eigene Faust. Sie erhält unverhofft Hilfe von ihrer Kollegin Emmanuelle Moreau, genannt Emma. Zusammen mit ihr und ihren neuen Freunden kann Hanna sogar noch weitere Fälle von Morden an römischen Kultstätte aufklären und sogar ein Mädchenhändlerring entlarven.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig, spannend geschrieben. Die Arbeitsstätte von Hanna und die Stadt Vaison-la-Romaine und Umgebung, in der sie ihren Dienst leistet und die Handlung spielt, wurde sehr gut beschrieben, so konnte ich mir die Gegend bildlich vorstellen. Die Ausflüge in die nähere Umgebung, die Ausgrabungen und das römische Theater und alles bei Temperaturen von 35 Grad und viel Sonne versetzen mich in Urlaubsstimmung. Selbst der Lebensstil, der Markt und all die schönen Gerichte und Speisen, die vorgestellt werden, zeigen die französische Art zu leben. Wir erfahren sogar, wie man selbst mit wenig Geld ein tolles Fest feiern kann, wenn jeder einzelne Gast etwas mitbringt.
Gerne würde ich weitere Fälle von Hanna Richter lesen und erfahren, ob sie vielleicht ihre Zelte in Deutschland abbricht um ganz in der Provence zu leben und zu arbeiten, für sie ja kein Problem, da sie auch perfekt französisch spricht.

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