Gast-Rezension: „Mord in der Provence“ von Stiefkind

https://i0.wp.com/www.droemer-knaur.de/fm/48/978-3-426-51662-1_Druck.jpgKurzinfos: Taschenbuch – 400 Seiten | Verlag – Droemer Knaur | Preis – eBook 12,99 € – Taschenbuch 14,99 € | ISBN: 978-3426516621

Wird Rachel Weihnachten wirklich sterben?

Das Cover vermittelt eine bedrohliche Stimmung, die sehr gut durch den dunkelblauen ins schwarzgehenden Himmel ausgedrückt wird. Der Titel des Buches „Stiefkind“ kommt in weißer Schrift gut zur Geltung und nimmt mit dem Namen des Autors „S. K. Tremayne“, der in dunkleren roten Lettern darüber steht, fast das obere Drittel des Covers ein. Im unteren Bereich, der sehr harmonisch und einladend wirkt, ist eine Wiese abgebildet, der einen Jungen, Jamie, mit dem Rücken zum Betrachter zeigt. Über seinem Kopf schwirren Vögel, die mich an den Thiller „Die Vögel“ von Hitchcook erinnern. Ein Cover, das Fragen aufwirft.

Der Psychothriller spielt an der atemberaubenden Küste Cornwalls. Nach langem Single-Jahren hat Rachel den Anwalt David Kerthen kennengelernt und lieben gelernt. Sie ist mit ihm auf seinen Landsitz „Carnhallow House“ auf den Klippen gezogen. Sie will eine gute Ehefrau für David und eine gute Mutter für seinen 9-jährigen Sohn Jamie sein. Davids erste Frau, Nina Kerthe, geb. Valéry, eine schöne Pariserin, war vor anderthalb Jahren durch einen tragischen Unfall in den Morvellan Mine ums Leben gekommen. Doch Jamie, scheinbar von düsteren Visionen geplagt, verändert sich und platzt mit dem Satz: „An Weihnachten wirst du sterben … und Mummy kommt zurück.“ heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann. Der Leser erlebt die spannenden und nervaufreibenden Tage bis Weihnachten. Kurz vor Weihnachten werden die Zeitsprünge immer kürzer und es wird immer spannender. Man kann förmlich den Tod von Rachel fühlen und ihr Angst spüren.

Nur leider weiß man nicht immer genau, was Realität ist und was nicht, ob es Lüge oder Wahrheit ist. Das Ende mit dem Sprung direkt auf den Sommer hat mir nicht gefallen. Das Leben geht weiter, die Kinder spielen im Garten, David und Rachel leben weiter getrennt, Cassie hilft wie immer und Juliet ist tot.

Es ist ein toller Thriller, alle meine Fragen „Was passiert noch alles in den 178 Tagen bis Weihnachten? Wird Rachel sterben? Kommt Mummy wirklich zurück?“ wurden beantwortet. Die Landschaft ist gut beschrieben und ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Leider gab es für mich zu wenig Tote und der Schluss war für mich an den Haaren herbei gezogen, sonst sehr spannend, mitreißend und packend bis zum Ende.

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