Rezension: „Der Geschmack der Sehnsucht“ von Kim Thúy

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Kurzinfos: Hardcover  – 143 Seiten | Verlag – Kunstmann | Preis – Hardcover 16,95€ – Taschenbuch 8,90€ – eBook 8,99€    | ISBN: 978-3888979286

 

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In den Wirren des vietnamesischen Bürgerkriegs wird ein junges Mädchen weitergereicht; erst bei der dritten »Mutter«, einer Lehrerin, findet Mãn ein Zuhause. Doch dann entscheidet sich auch die neue Mutter, sie in die Ferne zu schicken: in eine arrangierte Ehe mit einem älteren Mann, der nach Kanada ausgewandert ist. Zuerst nimmt die junge Frau die neue Heimat nur durch die Luke der kleinen Suppenküche wahr, die dem ungleichen Paar den Lebensunterhalt sichert. Doch dann besinnt sie sich auf ein Vermächtnis, das ihr die Mutter mitgegeben hat: die Kunst des Kochens, die Sprache der Gewürze, die zugleich die der Sehnsucht ist und in der jedes Kraut, jede Zutat eine besondere Bedeutung hat, eine Geschichte erzählt. Bald werden sie und ihre Kunst entdeckt und mit dem Erfolg entdeckt sie sich selbst, findet eine neue Sprache, in der auch Wünsche und Sehnsüchte zu Wort kommen dürfen. Bis sie schließlich einem anderen »Fremden« begegnet und eine so überraschende wie unbedingte Liebe ihr die Möglichkeit eines neuen Lebens aufzeigt. In Kim Thúys berührendem Exilroman verbindet sich der Duft der Gewürze mit der Sehnsucht nach einem Leben, das die Möglichkeit der Liebe einschließt.

(Wikipedia)
Kim Thúy verbrachte ihre ersten zehn Lebensjahre in Vietnam, bevor sie 1978 mit ihren Eltern und zwei Brüdern als boat people nach Kanada floh und sich in Montreal in der Provinz Québec niederließ. Hier begann Thúy ihre Studien an der Université de Montréal in den Fächern Recht (Abschluss 1983), sowie in Sprachwissenschaften und Übersetzung, die sie 1990 abschloss. Sie arbeitete als Übersetzerin und Rechtsanwältin und war Gastronomin und Gastrokritikerin für Radio und Fernsehen. Heute lebt Kim Thúy als Schriftstellerin französischer Sprache mit ihrem Mann und zwei Kindern in Montreal.

Ihr erstes Buch „Ru“ (2009) – der Titel bedeutet auf Vietnamesisch „Wiegenlied“ und auf Französisch „Bächlein“ – war ein internationaler Erfolg und brachte ihr zahlreiche Preise ein. Auf Deutsch erschien es unter dem Titel „Der Klang der Fremde“ in der Übersetzung von Andrea Alvermann und Brigitte Große im Verlag Antje Kunstmann. In diesem assoziativ erzählten autobiografischen Werk schildert sie ihre Erlebnisse als Kind einer wohlhabenden Familie in Vietnam während der Tet-Offensive, Vertreibung und Flucht, das Grauen in einem malaysischen Flüchtlingslager und schließlich ihre Ankunft im Wunderland Kanada, das sich dann doch nicht als ganz so wunderbar erwies. In einer schönen, sinnlichen Sprache und kostbaren Bildern stellt sie immer wieder die beiden Welten gegenüber, ganz ohne Bitterkeit und mit sehr viel Humor.

2011 veröffentlichte sie gemeinsam mit dem französisch-slowakisch-schweizerischen Autor Pascal Janovjak „À toi“: Die beiden trafen sich eines Abends in einem Hotel in Monaco, erzählten einander beim Frühstück ihre Geschichte, und anschließend reiste sie nach Montréal, er nach Ramallah zurück. Das entstandene Werk ist das Ergebnis eines literarischen Blitzschlags: ein intensives Gespräch über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg – über das, was die Schönheit der Welt und die Verletzlichkeit der Menschen ausmacht.

2013 erscheint ihr neues Buch „mãn“ in ihrem kanadischen Verlag „Libre Expression“. Es ist die – ebenfalls autobiografisch gespeiste – Liebesgeschichte einer Frau, zunächst zu den drei Frauen, die sie unter teils widrigen Umständen zur Welt gebracht, aufgenommen und erzogen haben, und schließlich zu dem Mann, den sie im kanadischen Schneegestöber kennenlernte.

Ihr Verlag beschreibt ihr bisheriges Werk auf diese Weise: „Mãn“ beschreibt die Lehrjahre der Liebe, in „À toi“ geht es ums Leben, „Ru“ erzählt vom Überleben.

Mama und ich, wir ähnelten einander nicht.

Die Gestaltung ist einer Seite sehr schlicht, aber zeigt und einfach unheimlich viel. Doch um wirklich das Cover zu verstehen muss man wirklich das Buch gelesen haben.

Als sie klein war, hat sie alles was sie kannte zurück gelassen, um ein neues Leben zu leben, ohne Gefahr vor den Aufständen im Vietnam. Durch ihr Kochkünste wird sie berühmt, und durch jedes Gericht das sie zubereitet, denkt sie an ihre Heimat.

Es ist eine wirklich sehr schöne Geschichte die vor allem über die Liebe zum Kochen und Backen handelt. Denn durch das Kochen sieht die Protagonisten sozusagen die Vergangenheit. Sie erinnert sich daran wie sie es im Vietnam erlernt hat.
Die Geschichte ist sehr realistisch und gefühlvoll geschrieben. Es zeigt sehr gut wie kompliziert es ist im Leben Dinge hinter sich zu lassen und wie schön es ist in Erinnerungen zu schwelgen.  Zudem sind an den Ränder der Seiten immer ein paar Vokabel die man lernen kann wenn man Sprachlich sehr gut ist bzw. wenn einem so etwas leicht fällt – ich bin leider nicht so der Typ.
Zudem finde ich das man ein klein wenig über den Vietnam lernen kann, durch dieses Buch.
Einziger Kritikpunkt ist das die Geschichte teilweise sehr eintönig geschrieben ist und dadurch die ganze Geschichte etwas monoton ist.